Anti Aggressionstraining

Anti Aggressionstraining – so können Aggressionen erfolgreich abgebaut werden

Aggressionen gehören zu den menschlichen Eigenschaften einfach dazu. Jeder von uns ist bestimmt schon einmal aggressiv geworden, die anderen mehr, die anderen weniger. Die gute Nachricht hierbei ist es, dass es eine Lösung dafür gibt, nämlich das AntiAggressionstraining. Wichtig zu wissen ist es auch, dass man zwischen vielen unterschiedlichen Arten von Aggressionen unterscheidet. Ganz egal, um welche Art von Aggression es sich auch handelt, man hat die Möglichkeit, diese einfach abzutrainieren.

Was genau ist Aggressivität?

Sehr viele Menschen leiden in der heutigen Zeit an Aggressionen und werden auch schnell aggressiv. Nicht nur Männer sind davon betroffen, sondern auch immer mehr Frauen. Darüber gibt es auch Kinder, welche bereits ein aggressives Verhalten in der Schule aufgezeigt haben. Es handelt sich bei Aggressivität um ein Aggressionen-Ausgehendes Verhalten. Dieses Verhalten führt in der Regel entweder zu Gewalt oder Schaden. Menschen werden durch unterschiedliche Gründe aggressiv. Auch das Verhaltensmuster spielt hierbei eine wichtige Rolle. Bei einer Anti Aggressionstherapie kann das Verhalten erkannt werden. Auch die Art der Aggression sollte erkannt werden, um diese auch beseitige zu können. 

Nicht nur Menschen, die unter Aggressionen leiden, leiden darunter, vor allem das Umfeld ist davon sehr betroffen. Heute gibt es die Möglichkeit an einem Anti Aggressionstraining teilzunehmen. Wir man vom Namen bereits erkennen kann, handelt es sich hierbei um ein Training, bei welchen man lernt, mit seinen Aggressionen klarzukommen und diese im besten Fall auch beseitigt. 

Damit man sich bei solch einem Training nicht alleine fühlt, werden diese auch in Gruppen angeboten. Bei einem Anti Aggressionstraining werden klare Strukturen gesetzt. Hier wird der Umgang erlernt, wie man mit seinen Aggressionen am besten umgeht, um sich selbst als auch dem Umfeld nicht zu schaden. 

Anti Aggressionstraining – was ist das genau?

Beim Anti Aggressionstrainings ist es, das Ziel aggressive Verhaltensweisen abzubauen. Auch lernt man beim Training, wie man Aggressionen gezielt vorbeugen kann. Bevor mit dem eigentlichen Training begonnen wird, wird das Verhalten der jeweiligen Teilnehmer genau kontrolliert. Nachdem das Verhalten analysiert ist, kann es mit einem gezielten Anti Aggressionstraining auch losgehen.

Ebenfalls findet man im Training unterschiedlichen Übungen vor, bei welchen alle Teilnehmer, die ein aggressives Verhalten aufweisen, auf die Probe gestellt werden. Diese Übungen sollten dafür sorgen, dass Teilnehmer lernen, wie man mit Provokation umgeht und wie man am besten darauf verzichtet, Gewalt anzuwenden. Beim Aggressionstraining lernt man darüber hinaus, dass Gewalt auf eine gewisse Schwäche darauf hinweist. Das Training sowie die Übungen, die man vorfinden, haben unterschiedliche Ziele. Diese sind zum Beispiel:

– die Fremdwahrnehmung und eigene Wahrnehmung werden verbessert

– die Kommunikationsfähigkeit wird gesteigert

– die Persönlichkeit wird gesteigert

– auch die Stärkung der sozialen Kompetenz wird beim Anti Aggressionstraining verbessert

– mentale Widerstandskräfte werden entwickelt

All dies sind Ziele, welche die jeweiligen Übungen aufweisen. Generell unterscheiden sich die unterschiedlichen Trainingseinheiten nicht sehr stark von anderen. Das Ziel ist hier immer das Gleiche, welche von allen Teilnehmern verfolgt wird. Nur, wenn diese Übungen auch ein Ziel aufweisen, kann ein Training auch erfolgreich abgeschlossen werden.

Anti Aggressionstraining oder Anti Aggressionstherapie – worin liegen die Unterschiede

Möchte man sich Hilfe holen, um seine Aggressionen in den Griff zu bekommen, dann kann man sich hier in der Regel entweder zwischen einem Anti Aggressionstraining oder einer Anti Aggressionstherapie entscheiden. Doch worin liegen die Unterschiede? Wie findet man heraus, was sich am besten für das eigene Problem anbietet?

Geht es um das Anti Aggressionstraining, dann findet man hier auch eine sehr breite Zielgruppe vor. Diese Art von Training wird von vielen unterschiedlichen Institutionen angeboten. In der Regel findet solch eine Art an Training immer in einer Gruppe statt. Dabei liegt der Fokus beim Erlernen der Verhaltensstrategien, wenn man sich in einer provokativen Situation befindet. Auch die soziale Kompetenz ist Ziel, verbessert zu werden.

In der Regel können alle Menschen, bei diesem Training teilnehmen. Wenn auch Sie mit schweren Aggressionen zu kämpfen haben, dann bietet sich dafür ein Anti Aggressionstraining sehr gut an.

Menschen, die unter Persönlichkeitsstörungen als auch unter starken Aggressionen leiden, sollten sich für eine Anti Aggressionstherapie entscheiden. Es handelt sich hierbei um eine spezifische Zielgruppe. Außerdem findet die Therapie nicht in Gruppen statt, sondern einzeln. Jede Therapie läuft in Einzelgesprächen mit einem Psychologen ab.

Für welche Menschen bietet sich das Anti Aggressionstraining am besten an?

Wie bereits erwähnt, bietet sich das Anti Aggressionstraining für alle Menschen sehr gut an. Verspüren Sie Wut und haben Sie Probleme loszulassen, dann haben Sie mit diesem Training die beste Entscheidung getroffen. Auch wenn Sie nicht wissen, wie Sie mit aggressiven Gefühlen am besten umgehen sollten, sind Sie mit einem Anti Aggressionstraining bestens beraten.

Wie werden Aggressionen eigentlich ausgelöst?

Es gibt viele unterschiedliche Dinge, die Aggressionen in einem Menschen auslösen können. Hunger, Frust sowie Angst sind dabei meistens für eine schlechte Stimmung verantwortlich. Menschen, welchen zu kalt oder zu warm sind, neigen sehr häufig auch zur Aggressivität. Doch auch viele unschöne Erlebnisse und Stress können schnell Aggressionen im Inneren auslösen. Es gibt auch Menschen, die mit gewissen Situationen einfach nicht umgehen können und so aggressiv werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, dass man versucht ruhig zu bleiben und sich nicht unnötig reizt. Aggressionen können sehr häufig durch

– Angst

– Frustration

– Enttäuschung

– Hilflosigkeit

– Gewalt

– Liebesdefizit

– Missachtung

– Minderwertigkeitsgefühl

– Racheüben

– Selbstverteidigung

– oder vielen anderen Dingen entstehen.

Auch Verzweiflung und Wut sind sehr häufig der Auslöser für Aggressionen.

Aggressionen – Risikofaktoren

Wenn Sie zu den Personen gehören, die unter Bluthochdruck leiden, dann leiden Sie in der Regel auch unter einer höheren Aggressivität. Wenn man ständig ein Gefühl mit sich führt, unter Druck zu stehen oder auch einen erhöhten Puls hat, hat man automatisch mehr mit Aggressionen zu kämpfen. Auch großer Einfluss ist auch das Faktor Drogen. Vor allem dann, wenn Menschen große Mengen an Drogen einnehmen, leiden diese unter einer erhöhten Aggressivität. Doch auch Menschen mit einem erhöhten Puls, werden zum Beispiel schneller aggressiv als Menschen mit einem normalen Puls. 

Aggressionen – wann sind diese erlaubt?

Es gibt unterschiedliche Fälle, in welchen Aggressionen auch erlaubt sind. So müssen Sie Ihre Aggressionen nicht immer zurückhalten. Wird zum Beispiel einem nahestehenden Menschen Gewalt angetan, dann sind gewisse Aggressionen auch erlaubt. In solch einem Fall sollte man jedoch ausschließlich verbal zurückschlagen. Körperliche Gewalt sollte immer an letzter Stelle stehen, ganz egal, in welcher Situation man sich auch befindet. Wenn Sie zu Hause in Ihren eigenen 4 Wänden sind, und Ihren Ärger nicht runterschlucken möchten, dann kann es Ihnen auch helfen, wenn Sie ein Kissen hernehmen und in dieses lautstark hineinbrüllen. Diese Aggressionen werden unterschieden:

Autoaggressionen: Es handelt sich dabei um eine Aggression, die bei einem selbstverletzenden Verhalten eintrifft. Das heiß, man ist wütend auf sich selbst.

Appetitive Aggression: Eine weitere Aggression, unter welche viele Menschen leiden, ist die sogenannte appetitive Aggression. Dabei handelt es sich um eine Aggression, bei welcher man zielgerecht einer anderen Person schade zufügt.

Erleichternde Aggression: Auch hierbei handelt es sich um eine Aggression, die an eine andere Person gerichtet ist. Das Ziel dabei ist es, beim Täter die Aggression zu reduzieren.

Indirekte Aggression: Hierbei kommt es zu keinem körperlichen Angriff mit dem Täter. Meistens handelt es sich bei dieser Art von Aggression um eine Art von Mobbing. Auch Diebstahl gehört dazu.

Instrumentelle Aggression: Diese Aggression ist geplant und wird zielgerecht durchgeführt. 

Negative Aggression: Dabei handelt es sich um eine Aggression, welche von unserer Gesellschaft missbilligt wird. 

Kalte Aggression: Eine kalte Aggression ist eine rationale und gesteuerte Aggression.

Konstruktive Aggression: Diese Aggression dient einer bestimmten Zieleerreichung. In diesem Fall wird keiner Person, auch nicht sich selbst, geschadet. 

Offene Aggression: Hier hat man ein bestimmtes Opfer genau im Ziel. So handelt es sich hier um eine verbale und körperliche Aggression.

Verdeckte Aggression: Wie man vom Namen bereits erkennen kann, verdeckt man diese Art an Aggression. Man phantasiert ausschließlich.

Positive Aggression: Hierbei handelt es sich um eine Aggression, die von der Gesellschaft bewilligt wird.

So werden Sie weniger aggressiv

Aggressionen existieren und bestimmt waren auch Sie schon mehrmals aggressiv, ganz egal auch, in welcher Art. Aggressionen existieren, es ist nur sehr wichtig zu wissen, wie man mit diesen am besten umgeht. Wenn Sie wenige aggressiv werden möchten, dann ist es sinnvoll, wenn Sie aus Ihren Aggressionen lernen. 

Selbstreflexion: Fragen Sie sich, warum Sie aggressiv waren oder warum Sie so gehandelt haben. Jedes Mal, wenn Sie aggressiv waren, sollten Sie sich diese Frage danach stellen. Überlegen Sie sich, woher diese Aggression genau herkam. Meistens entstehen Aggressionen durch Stress oder Frust. Sehr häufig ist auch das Arbeitsleben dafür verantwortlich.

Versuchen Sie Ihren Frust zu kontrollieren: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie man den Frust abtrainieren kann. Versuchen Sie einfach von 1 bis 10 zu zählen, nachdem Sie merken, Sie werden langsam aggressiv. Ebenfalls kann Ihnen eine Erinnerung an ein positives Erlebnis dabei sehr gut helfen.

Ziehen Sie Konsequenzen: Danach können Sie einfach herausfinden, was der Grund für Ihre Aggression war. Versuchen Sie sich selbst zu beobachten. Wenn Sie wissen, warum Sie sich geärgert haben, dann versuchen Sie diese Situation danach, einfach zu umgehen. Unterschiedliche Arten an Problemen lassen sich so ganz einfach aus der Welt schaffen.

Wie genau ist der Ablauf eines Anti Aggressionstraining?

Ein Anti Aggressionstraining enthält mehrere unterschiedliche Übungen. Bei diesen Übungen lernen die Teilnehmer, wie sie mit einer provozierenden Situation am besten umgehen sollten.

Kooperative Übungen

Am Anfang eines Anti Aggressionstraining finden spezielle kooperative Übungen statt. Hierbei muss man bestimmte Aufgaben im Team lösen. Bei dieser Übung ist das Ziel, dass man eine Aufgabe gemeinsam bewältigt. So kann auch das Vertrauen zwischen den unterschiedlichen Teilnehmern gestärkt werden. Sehr gut bieten sich hierfür zum Beispiel Geschicklichkeitsübungen an.

Körperübungen

Auch unterschiedliche Arten an Körperübungen können dabei helfen, Aggressionen abzubauen. Bei diesen Übungen spricht man von körperlichen Aktivitäten. Genauer gesagt geht es hier darum, dass man nach Regeln kämpft. In der Regel können hier verschiedene Kampfsportarten angewendet werden. Die Gewalt sollte bei dieser Übung sensibilisiert werden. Die Teilnehmer lernen dabei, dass das Auspowern sehr viel Spaß machen kann.

Rollenspiele

Rollenspiele sind hervorragende Übungen, um Aggressionen abzubauen. Bei diesen Rollenspielen kommt es dann zu einer direkten Konfrontation, man wird provoziert und man muss lernen mit dieser Situation umzugehen. Der Teilnehmer nimmt bei dieser Übung nicht nur die Opferrolle ein, sondern auch die Täterrolle. Nach den Rollenspielen sollten die Teilnehmer versuchen rauszufinden, wie sich die jeweilige Situation genau angefühlt hat. Auch wie man selbst reagiert hat, ist sehr wichtig bei diesen Übungen herauszufinden.

Lernen Sie die Provokationsgrenzen einzuschätzen

Beim Anti Aggressionstraining muss man auch lernen, Provokationsgrenzen einzuschätzen. Die Teilnehmer lernen hier die Grenzen zwischen Aggressivität und Gelassenheit kennen.

Übungen zur Entspannung

Menschen, die sich entspannen, haben automatisch eine verbesserte Körperwahrnehmung. Es gibt viele unterschiedliche Arten an Entspannungstechniken, die bei dieser Übung angewendet werden können. Sehr häufig wird zum Beispiel auch das autogene Training angewendet.

Anti Aggressionstraining – das sind die Grundregeln

Selbstverständlich gibt es bei einem Anti Aggressionstraining auch bestimmte Regeln. Hier gilt zum einen, dass keine andere Person verletzt wird. Es wird niemand verletzt! Ebenfalls werden die Aggressionen der Teilnehmer nur stimuliert, wie zum Beispiel bei den Rollenspielen, hier ist kein Ernst im Spiel. Immer wieder kann es natürlich auch vorkommen, dass ein Teilnehmer seine Rolle zu ernst nimmt. In diesem Fall wird die Übung sofort angebrochen.

Ebenfalls gibt es bei diesem Training absolut keine Ausgrenzung. Hier wird jeder ernstgenommen, ob schwach oder stark. Alle Mitglieder, die sich in der Gruppe befinden, werden gleichgestellt. Sollte es zu Konflikten kommen, dann werden diese auch sofort besprochen und gelöst.

Das Anti Aggressionstraining bietet sich dafür an, aggressives Verhalten vorzubeugen oder auch abzubauen. Das Ziel bei unserem Training ist es, dass Sie im Alltag weniger aggressiv werden und wenn es dazu kommen sollte, dass Sie Ihre Aggressivität besser kontrollieren können. Auch wird das Selbstbewusstsein mit diesen Übungen gestärkt, was ein weiterer Vorteil ist. Des Weiteren wird die Selbstreflexion verbessert. In unseren Trainingseinheiten werden Normen, Regeln und Formen angewendet, um schnell ans Ziel zu kommen. Sie lernen, wie Sie mit einer Auseinandersetzung am besten umgehen sollte und noch viele mehr.

Dank des Anti Aggressionstrainings haben Sie die Möglichkeit, Ihr Leben zum positiven zu verändern. Dies ist vor allem für Sie selbst ein sehr wichtiger Schritt, um wieder glücklich nach vorne zu schauen.