Impulskontrollstörung: Die 7 Punkte müssen Sie wissen

Impulskontrollstörung: Die 7 Punkte müssen Sie wissen

Es handelt sich bei einer sogenannten Impulskontrollstörung um ein psychiatrisches Krankheitsbild. Dieses äußerst sich durch ein impulsives Handeln bei einer gestörten Selbstkontrolle. Das Verhalten, welches daraus resultiert, kann von einem Patienten entweder nur selten oder gar nicht gesteuert werden.

Was genau versteht man darunter?

Was hier letztlich geschieht ist, das verschiedene Handlungsimpulse entstehen. Angst vermittelt zum Beispiel den Impuls, wegzulaufen. Ist man wütend, will man am liebsten direkt jemanden angreifen. Wie man daraus verstehen kann, empfiehlt es sich in den meisten Fällen nicht, dass man diesen Impuls folgt. Nicht nur für sich selbst kann dies schlimme Folgen haben, sondern auch für andere Personen. Die Impulskontrolle spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Leidet man jedoch unter einer Impulskontrollstörung, dann kann man diese Impulse nur selten oder gar nicht kontrollieren.

Folgende Symptome können dann entstehen:

ï unkontrolliertes Essen bei Essstörungen

ï unkontrolliertes Verhalten bei Wutausbrüchen

ï Drogensucht, Medikamentensucht oder auch Alkoholsucht

ï schnelle und unüberlegte Entscheidungen werden getroffen

ï falsche Handlungen gehen einher

Wie entsteht eine Impulskontrollstörung?

Wenn man jedoch von der genauen Ursache ausgeht, ist diese hier nur sehr schwer zu verstehen. Dieses Krankheitsbild entsteht in Kombination von Stress, genetischen Einflüssen und auch biografischen Erlebnissen, dies sagen zumindest einige Mediziner. Auch eine falsche Erziehung kann einen Risikofaktor darstellen. Unter Verdacht steht bei vielen Patienten zudem auch der Hormonspiegel. Leidet ein Mann unter einer Störung der Impulskontrolle, kann man dies meistens bei seiner aggressiven Art verstehen. Männer verhalten sich gegenüber Mitmenschen sehr häufig aggressiv. Bei Frauen wirkt sich das Krankheitsbild meistens etwas anders aus. Diese weisen eher ein selbstzerstörerisches Verhalten auf. So reißen sich viele Frauen zum Beispiel sich selbst die Haare aus, wenn Sie unter dem beschriebenen Krankheitsbild leiden. 

Doch auch andere psychische Störungen können für eine Störung der Impulskontrolle verantwortlich sein. Sehr häufig ist eine Substanzanhängigkeit dafür verantwortlich. Doch auch Borderline, eine schwere psychische Erkrankung kann der Auslöser für das beschriebene Krankheitsbild sein. Es gibt auch Medikamente, die das beschriebene Bild induzieren können.

Symptome und Anzeichen einer Störung der Impulskontrolle

Nicht immer sind die Symptome für diese psychiatrische Erkrankung spezifisch. Der Grund dafür ist, dass es in diesem Bereich sehr viele unterschiedliche Ausprägungen gibt. Außerdem wissen betroffene Personen nicht immer, dass sie unter einer Impulskontrollstörung leiden. Nicht nur Erwachsene können unter solch einer Störung leiden, sondern auch Kinder. Baut sich der Verdacht der beschriebenen Pathologie auf, sollte man hier Alter und auch das Umfeld immer berücksichtigen. Es gibt einige Verhaltensweisen, an welchen man kleine Anhaltspunkte finden kann. Dazu gehört zum Beispiel stehlen und lügen. Doch auch ein aggressives Verhalten kann ein Anzeichen sein. Zwanghafte Handlungen können auch durch abgekaute Fingernägel, kahle Stellen oder Wunden erkannt werden. Betroffene Personen leiden zudem auch sehr oft an verschiedenen Zwangsgedanken. Sie haben auch große Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Eine Impulskontrollstörung trifft immer dann ein, wenn man sich in einer bestimmten Situation befindet und schnell überfordert ist.

Auch depressive Menschen leiden sehr häufig an Impulsstörungen. Personen, die unter einem sehr geringen Selbstwertgefühl leiden und häufig misstrauisch sind, oder sich ständig alleine fühlen, sollten sich ebenfalls mit dem Thema Impulsstörungen auseinandersetzen. Wie gesagt: Dieses Krankheitsbild kann nur dann schnell und gezielt behandelt werden, wenn man diese auch erkennt.

Komplikationen

Es handelt sich bei Impulsstörungen um ein Krankheitsbild, welches sehr unterschiedlich ausfallen kann. Der Grund dafür ist, dass diese Störung unterschiedliche entstehen kann. Wenn sich Personen in einer finanziellen Notlage befinden, bedeutet dies meistens, dass Sie einen Kaufzwang haben. Betroffene tätigen dann sehr hohe Ausgaben, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können. Auch Geld wird für Dinge ausgegeben, welche gar nicht geplant waren. Hier war das Geld für eine andere Investition geplant. Solch ein Verhalten kann zu großen zwischenmenschlichen Spannungen führen. Nicht nur die betroffene Person selbst ist hier betroffen, sondern das komplette Umfeld.

Auch Spielsucht gehört zu den Komplikationen einer Impulskontrollstörung dazu. Menschen, die spielsüchtig sind, vernachlässigen ihre Freunde und ihre Familie. Doch auch im Beruf kann sich Spielsucht auswirken. Die betroffene Person ist weniger konzentriert, nicht belastbar und die Leistung ist sehr mangelhaft. Spielsüchtige nutzen auch in der Arbeitszeit jede Möglichkeit, mit Ihrem Handy oder auch Computer Spiele zu spielen.

Kann man eine Störung der Impulskontrolle vorbeugen?

Kann man das beschriebene Krankheitsbild vorbeugen oder vermeiden? Viele Menschen stellen sich diese Frage. Dadurch, dass es sich hierbei jedoch um eine psychische Erkrankung leidet, ist diese auch nicht vermeidbar. Menschen in allen unterschiedlichen Altersklassen, sogar auch Kinder, können von einer Impulskontrollstörung betroffen sein. Zudem spielt es keine Rolle, ob Mann oder Frau, es handelt sich hierbei um eine Erkrankung, die bei jeder Person auftreten kann. Ein stabiles Umfeld, welches zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt, verringert jedoch das Krankheitsbild. Auch Menschen, die keine Drogen, Alkohol oder andere Substanzen zu sich nehmen, haben eine gute Grundlage, nicht zu erkranken. 

Wann muss eine Impulskontrollstörung behandelt werden?

Wann dieses Krnakheitsbild behandelt werden muss, kommt vor allem auf die Schwere des Krankheitsbilds darauf an. Es gibt auch sehr leichte Formen, welche man nicht behandeln muss und mit welchen betroffenen Personen auch sehr einfach umgehen können. Leichte Störungen wirken häufig auch etwas sympathisch. Eine Zigarette zur Beruhigung oder eine Tafel Schokolade, um sich abzulenken, dies sind alles Handlungen, die normal sind und auch nicht geändert werden müssen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass für sehr viele Menschen solche Handlungen zum Leben einfach dazugehören. Probleme können Störungen mit sich bringen, bei welchen man sich selbst schädigt und belastet. In solch einem Fall ist es sehr wichtig, dass man sich Hilfe sucht.

Wie kann man diese Erkrankung behandelt werden?

Wenn Sie unter einer Impulskontrollstörung leiden, dann bietet sich hier eine psychodynamische Therapie als auch eine Verhaltenstherapie sehr gut an. Wenn man sich einer solchen Therapie unterzieht, wird zuerst die Schwere des Krankheitsbilds festgestellt. Erst danach wird eine genaue Behandlungsplanung erstellt. Generell bieten Verhaltenstherapien sehr viele Vorteile und auch Erfolge für betroffene Personen. Eine professionelle Behandlung ist hier sehr wichtig, denn nur so kann diese auch behoben werden. Menschen, die unter dieser Erkrankung leiden, sind in der Regel nicht in der Lage, sich selbst zu helfen.