Wutausbrüche: Die 7 effektivsten Tipps

Wutausbrüche: Die 7 effektivsten Tipps

Immer wieder gibt es Situationen, bei welchen man einfach wütend wird. Wut ist ein Teil unseres Lebens und gehört auch dazu. Kommt es jedoch zu Wutausbrüche, welche man nicht kontrollieren kann, ist es wichtig, dass man eine Lösung findet. Es gibt viele unterschiedliche Tipps, die man gegen Wutanfälle unternehmen kann, welche das sind, erfahren Sie bei uns.

Eigentlich kennt man diese Reaktion nur von Kindern, oder? Falsch! Auch sehr viele Erwachsene erleiden regelmäßig solche Momente in denen sie sich selbst vergessen … in unterschiedlichen Situationen. Solche Anfälle können eine bestimmte Situation noch viel schlimmer machen als sie bereits schon ist. Außerdem können solche Anfälle auch schwerwiegende Konsequenzen haben. Vor allem dann, wenn man ein Familienmitglied, einen Freund oder gar den Chef oder einen Arbeitskollegen verärgert hat, muss man hier auch mit Konsequenzen rechnen. Um solche Situationen zu verhindern, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man diese benannten Ausbrüche verhindern kann. Nicht immer benötigt man eine Therapie, um die Wut kontrollieren zu lernen. Es gibt viele unterschiedliche Tipps, die man auch einfach selbst anwenden kann, um Wutausbrüche auf lange Sicht zu vermeiden.

Was genau ist Wut eigentlich?

Bevor man sich genau mit Wutausbrüchen beschäftigt, ist es wichtig zu wissen, was Wut eigentlich genau ist. Wut kann aus unterschiedlichen Situationen entstehen. Meistens kommt es zu Wut, wenn man mit unschönen Dingen konfrontiert wird. Doch auch, wenn man sich machtlos fühlt oder frustriert, kann man schnell wütend werden. Befindet man sich in solch einer Situation, setzt unser Körper automatisch Alarm aus. Dies führt dazu, dass das Stresshormon Adrenalin als auch Noradrenalin ausgeschüttet wird. Darauf erfolgt, dass sich die Atmung erhöht und auch der Herzschlag wird schneller. 

Kann Wut auch krank machen?

Menschen, die viel wütend sind, oder die eine Person kennen, die häufig wütend ist, stellen sich auch die Frage, wie weit Wut eigentlich gesund ist und ob Wut auch krank machen kann. Fühlt man, dass die Wut hochkommt, ist es in dieser Situation sehr schwer, klar zu denken. Man kann das Verhalten nur schwer kontrollieren, wodurch man manchmal Dinge macht, die man eigentlich gar nicht machen möchte. Oder man spricht Dinge aus, die man gar nicht sagen wollte. Es dauert nicht lange, bis man es auch bereut.  Durch Wutausbrüche können Beziehungen stark geschädigt werden, nicht nur mit dem Partner, sondern auch mit Freunden oder sogar Kollegen. Manchmal ist es bereits zu spät, wenn man sich später für sein Verhalten entschuldigt. Personen, die häufig unter Wutausbrüche leiden, erleiden in vielen Fällen auch körperliche Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Herzerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • viele Menschen, die häufig wütend sind, leiden zudem auch an Depressionen

Wohin mit dieser Wut, wenn sie mich krank macht?

Wut ist nicht gesund, noch ungesünder sind jedoch echte Anfälle von Wut (Tobsuchtsanfälle). Doch was kann man gegen Wut unternehmen, damit meine Beziehung zu anderen Menschen nicht gestört wird? Wut sollte nicht runtergeschluckt werden, denn auch dies ist alles andere als gesund. Hier ist es vor allem sehr wichtig, dass man lernt, seine Wut und seine Wutausbrüche zu kontrollieren. Ebenfalls ist es wichtig zu wissen, dass Wut auch ein Teil unseres Lebens ist. Das bedeutet, dass ein gewisses Maß an Wut auch zu unserem Leben dazu gehört. Seine Wut zurückzuhalten, kann sehr anstrengend sein und es kann auch zu Anspannungen führen. Dies kann nicht nur sehr anstrengend sein, sondernman wird auf Dauer auch nicht das erreichen, was man sich wünscht. Werden die Gefühle unterdrückt, bedeutet dies zur gleichen Zeit nicht, dass diese auch verschwinden. Diese Gefühle bleiben in unserem Körper und in unseren Gedanken, werde sie noch länger aufgehalten und unterdrückt von uns, kann es sogar dazu kommen, dass man das Gegenteil erreicht. Das bedeutet, man wird nur noch wütender.

Wenn Sie etwas gegen Ihre Wutausbrüche unternehmen möchten, dann sollten Sie nicht darüber nachdenken, wie Sie diese Gefühle am besten unterdrücken, sondern woher diese Wut überhaupt kommt. Versuchen Sie den Ursprung Ihrer Wut herauszufinden. Nur, wenn Sie dies schaffen, werden Sie in Zukunft auch besser mit Ihrer Wut umgehen können. Versuchen Sie sich diese Fragen, beantworten zu können:

  • Warum sind Sie wütend?
  • Was ist der wirkliche Grund, der für meine starken Emotionen verantwortlich ist?
  • Welche Gefühle verstecken sich genau hinter Ihrer Wut?
  • Fühlen Sie sich ungerecht behandelt oder fühlen Sie sich verletzt?
  • Haben Sie ein Gefühl der Hilflosigkeit?
  • Was kann ich tun, um mehr wahrgenommen zu werden?
  • Wie kann ich einer anderen Person am besten mitteilen, wie ich mich gerade fühle?

Personen, die regelmäßig unter Wutausbrüche leiden, sollten unbedingt herausfinden, was der Grund für dieses Verhalten ist. Vielleicht leiden Sie auch unter chronischen Stress oder Sie sind traurig? Auch ein Todesfall in der Familie kann hier verantwortlich sein. Vor allem dann, wenn man mit dem Tod dieser Person nicht umgehen kann. 

Menschen drücken ihre Wut auf unterschiedliche Weise aus. In welchen Formen Wut vorkommen kann, verraten wir Ihnen jetzt:

Impulsive Wut: Es handelt sich bei einer impulsiven Wut, um eine Wut, die sehr schnell hochkommt. Meistens ist diese auch mit Wutausbrüche kombiniert.

Frustration: Auch Frustration gehört zu den unterschiedlichen Formen der Wut dazu. Frustriert ist man dann, wenn Dinge nicht so geschehen, wie man es sich gerne wünscht.

Selbstgerechter Zorn: Auch selbstgerechter Zorn ist eine bestimmte Form von Wut. Es handelt sich dabei um eine Wut, die dann aufkommt, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt. Auch wenn Menschen, Sie unfair behandeln oder Sie kritisieren, kann ein selbstgerechter Zorn auftreten, welcher auch zu Aggressionen führen kann.

Unterdrückte Angst: Ebenfalls kann Wut durch unterdrückte Angst verursacht werden. Haben Sie von einer bestimmten Situation Angst, möchten dies jedoch nicht zeigen, dann kann es mit der Zeit ebenfalls zu Wut kommen. Bereits kleinste Dinge können dabei zu heftigen Reaktionen führen.

Die unterschiedlichen Phasen der Wut, die auch zu Wutausbrüche führen kann

Gefühle kann man mit Wellen einfach vergleichen. Zuerst fluten sie heran und dann ebben sie langsam wieder ab. Ganz egal, um welche Gefühle es sich auch handelt, sie bleiben nicht ewig, sie kommen und vergehen wieder. Welche unterschiedlichen Phasen der Wut es gibt, erfahren Sie jetzt:

Die Signalphase:

Die Signalphase ist die Phase, in welcher die Wut beginnt. Sie startet in der sogenannten Amygdala. Dabei handelt es sich um einen Nervenfasern-Komplex, welches sich im Gehirn befindet. Dort gehen die Informationen einher, welche mit den Emotionen entstehen. Wird man ungerecht behandelt, provoziert oder beleidigt, dann senden wir automatisch eine Nachricht an das Gehirn. Diese Informationen, welche im Gehirn entstehen, sorgen für ein Wohlfühlgefühl im Körper. Zuerst verspürt man hier eine aufsteigende Wärme und auch ein leichtes Zittern. 

Ausbruchsphase: 

Wie man vom Namen Ausbruchsphase bereits erkennen kann, beginnt nun hier die Welle. Ein Gefühl von sehr tiefer Unruhe kommt auf. Sehr viele Menschen werden sogar auch ohnmächtig. Hier spricht man auch von Wutausbrüche. Noradrenalin wird anschließend auch im Blutkreislauf ausgeschüttet, wodurch automatisch auch der Blutdruck steigt. Auch der Körper fängt sich an zu umzuwandeln. Die Muskulatur spannt sich an, auch die Augen werden weiter geöffnet. Dies ist ein Zeichen, dass sich der Körper bereit dazu macht, sich zu verteidigen.

Eskalationsphase:

Die dritte Phase nennt sich Eskalationsphase. In dieser Phase kommt die höchste Wut auf und man wird auch aggressiv. Bei vielen Menschen kommt es jetzt zu den benannten emotionalen Ausbrüchen. Man hat das Gefühl, dass man einfach zuschlagen möchte. Man schreit andere Menschen im Umfeld an und möchte am liebsten alle Gefühle, die sich im Inneren finden, rausschreien. Viele Menschen wissen einfach nicht, wohin sie mit all diesen negativen Gefühlen hin sollten. Damit es zu keinen zu starken Wutausbrüche kommt, ist es sehr wichtig, dass man seine Gefühle versucht zu kontrollieren. Versuchen Sie frühzeitig zu erkennen, warum Sie wütend sind. Was hat Sie genau wütend gemacht. Versuchen Sie sich einzureden, dass die Situation vielleicht gar nicht so schlimm ist, wie Sie sie gerade sehen.

Macht es Sinn, sich auch in Gesellschaft Luft zu machen? Auch wenn Zorn  nicht immer direkt ausgelebt werden kann, sollten Sie dem Gefühl Raum geben, sagen Emotionsforscher, damit das Gehirn die Chance hat, die Information, die in dem Gefühl liegt, zu integrieren. Es ist also wichtig, die Situation frühzeitig zu verstehen und die Ursachen der der Wut zu erkennen, um dann den richtigen Umgang mit diesen starken Emotionen zu lernen.

Bevor es zu viel wird sollten negative Gefühle genau wahrgenommen werden. Danach ist es wichtig, den Grund zu erkennen. Warum ist man gerade wütend? Versuchen Sie die Wut bewusst zu fühlen, denn nur dann besteht auch die Möglichkeit, dass Sie lernen, diese auch zu akzeptieren. Gehen Sie mit Ihrer Wut souverän um, nur so werden Sie langfristig ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Wutausbrüche – das geschieht danach 

Was nach solch einem Ausbricht passiert, nennt sich die Nachbereitungsphase. In dieser Phase zieht sich die Wellte nun wieder zurück. Das Gefühl der Wut wird langsam schwächer und man bekommt die innere Ruhe wieder zurück. Sie können nun auch wieder einfacher und klarer denken. Meistens fühlen die Menschen, die diese emotionalen Ergüsse hatten, nun ein großes Gefühl von Scham. Auch von diesem Gefühl sollten Sie lernen, nicht zu flüchten, nehmen Sie dieses Gefühl an. Es ist wichtig, darüber nachzudenken, wie Sie sich gerade gefühlt haben. Gehen Sie mit Ihren Emotionen offen um. Nur so besteht auch die Möglichkeit, dass Sie weitere Ausbrüche versuchen zu meiden.

Wutausbrüche kontrollieren – das Entspannungsverfahren

Es gibt viele unterschiedliche Wege, die Wut lernen zu kontrollieren. Erleiden Menschen sehr häufig Wutausbrüche, dann bieten sich hier auch unterschiedliche Arten von Entspannungsverfahren sehr gut an. Diese können dabei helfen, dass Menschen lernen, sich einfacher zu entspannen, auch wenn sie sich in einer Stresssituation befinden. Merken Sie, dass Sie wütend werden, dann versuchen Sie sich dennoch zu entspannen, so schwer es auch ist. Der Muskeltonus im Körper nimmt si ab. Das bedeutet auch, dass sich ungewollte Reflexe mindern lassen. Auch der Blutdruck sinkt und der Herzschlag wird langsamer, wenn man sich für Entspannungsverfahren entscheidet. Wenn Sie Ihre Gefühle mit Ihrer Psyche verbinden, können Sie sich auch einfacher entspannen. Versuchen Sie sich bessere zu konzentrieren und die Situation besser wahrzunehmen. Sie werden feststellen können, dass Sie sich so viel schneller besser als auch gelassener fühlen werden.

Generell gibt es eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Entspannungsverfahren. Sehr bekannt darunter ist zum Beispiel das autogene Training. Auch Meditation bietet sich sehr gut an, um zu lernen, sich besser zu entspannen. Ihre Muskeln können Sie wiederum durch progressive Muskelenstpannung, entspannen. Entspannungsverfahren eignen sich nicht für alle Menschen gleich gut. Vor allem dann, wenn Sie unter starken Wutausbrüche leiden, sollten Sie genau darüber nachdenken, was Sie unternehmen können, um Ihre Wutausbrüche zu mindern und vor allem auch besser zu kontrollieren. Viele Menschen bringen sich auch selbst zum Lachen, wenn Sie kurz vor einem Wutausbruch stehen, auch dies kann dabei helfen, dass man sich ein wenig beruhigt. Wie bereits erwähnt, gibt es viele unterschiedliche Verfahren, die man gegen Wutausbrüche anwenden kann. Hier ist es immer sehr wichtig, dass man das passende Verfahren für sich findet.

Machen Sie Sport

Auch regelmäßiger Sport kann Ihnen dabei helfen, dass Sie lernen, Ihre Wut besser in den Griff zu bekommen. Wenn Sie sich so richtig auspowern, dann schüttet Ihr Körper Endorphine aus. Diese sorgen dafür, dass Sie wieder zur Ruhe kommen. Sie beruhigen sich und können in Zukunft so auch besser mit Wutausbrüche umgehen. Wichtig ist es hier auf jeden Fall, dass Sie regelmäßig zum Sport gehen. Suchen Sie sich am besten ein bestimmtes Hobby aus. Sehr gut gegen übermäßige Aggression bietet sich auch Kampfsport an. Dies hat schon sehr vielen Menschen geholfen.

Ausreichend Schlaf

Damit Sie sich besser entspannen können und es nicht sofort zu überschießenden Reaktionen kommt, ist es auch sehr wichtig, dass Sie ausreichend schlafen. Menschen, die zu wenig schlafen, sind auch mehr angespannt und viel schneller gereizt, als Menschen, die viel Schlaf abbekommen. Es bietet sich an, wenn Sie in der Nacht zwischen 6 und 8 Stunden schlafen. Wie viel jeder Mensch Schlaf braucht, ist natürlich individuell. Jedoch können Sie selbst einfach feststellen, ob Sie ausgeschlafen sind oder nicht. Wenn Sie sich morgens wohl und fit fühlen, bedeutet dies zur gleichen Zeit auch, dass Sie ausgeschlafen sind.

Um Wutausbrüche zu lindern oder zu kontrollieren, ist es sehr wichtig, dass Sie die Ursache Ihrer Wut erkennen. Ist die Ursache erkannt, ist es umso einfacher, sein eigenes Gefühlsleben unter Kontrolle zu bringen.